Wiesbaden (epd). Westdeutschland liegt bei Erbschaften und Schenkungen weiterhin deutlich vor den östlichen Bundesländern inklusive Berlin. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, entfielen im vergangenen Jahr 95 Prozent des Geldwertes von vererbtem oder verschenktem Vermögen auf die westlichen Länder. In absoluten Zahlen waren es 142,5 Milliarden im Westen und 8,0 Milliarden Euro im Osten.
In den ostdeutschen Flächenländern und Berlin lebte den Angaben zufolge Ende vergangenen Jahres knapp ein Fünftel (19 Prozent) der Bevölkerung in ganz Deutschland. Doch ihr Anteil am Gesamtwert der steuerlich berücksichtigten Vermögensübertragungen entsprach lediglich 5 Prozent. Während in Westdeutschland pro Kopf durchschnittlich 2.114 Euro übertragen und von den Finanzämtern veranlagt wurden, waren es im Osten nur 498 Euro. Der bundesweite Durchschnitt betrug vergangenes Jahr 1.803 Euro.




