Wilmer: Sudan ist eine vergessene Katastrophe

Wilmer: Sudan ist eine vergessene Katastrophe

Fulda (epd). Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, hat an die Weltgemeinschaft appelliert, die Hunger- und Vertreibungskrise im Sudan nicht zu vergessen. Wilmer sprach von einer „vergessenen Katastrophe“ in dem ostafrikanischen Land. „Wir dürfen den Sudan nicht vergessen. Der Sudan darf nicht daran sterben, dass die Welt wegschaut“, sagte er am Montag in Fulda zu Beginn der Herbst-Vollversammlung der katholischen Bischöfe.

Wilmer nannte Afrika einen „vergessenen Kontinent“. „Afrika braucht nicht unser Mitleid, Afrika braucht unseren Mut, Ungerechtigkeiten beim Namen zu nennen“, sagte der Bischof von Münster. Die Vereinten Nationen bezeichnen den Sudan und die umliegende Region rund dreieinhalb Jahre nach Beginn des Krieges dort als Schauplatz der größten Flüchtlingskrise weltweit. Rund 11,3 Millionen Menschen seien innerhalb oder außerhalb des Landes geflüchtet, hatte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Freitag in Genf mitgeteilt.