Wilmer: "Unser Land ist besser, als es geredet wird"

Wilmer: "Unser Land ist besser, als es geredet wird"
Bis Donnerstag beraten die katholischen Bischöfe turnusmäßig auf ihrer Herbst-Vollversammlung in Fulda. Dem Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, macht der Rechtsruck in Deutschland Sorgen.

Fulda (epd). Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, sorgt sich nach den vergangenen Landtagswahlen um das gesellschaftliche Klima. „Wir erleben einen Rechtsruck in Deutschland, auch in ganz Europa“, sagte Wilmer am Montag in Fulda zum Beginn der Herbst-Vollversammlung der deutschen Bischöfe. Das Schlechtreden des Landes stimme ihn kritisch. „Unser Land ist besser, als es geredet wird“, sagte der Bischof von Münster. Der 65-Jährige ist seit Februar Vorsitzender der Bischofskonferenz. Es ist seine erste Herbst-Vollversammlung im Amt.

Noch bis Donnerstag beraten 60 Bischöfe und Weihbischöfe in Fulda, auf der Tagesordnung stehen viele ethische Themen wie Leihmutterschaft, Organspende und die Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz. Dazu wollen die Bischöfe am Mittwoch einen Studientag zur ersten Lehrschrift von Papst Leo XIV. einlegen, in der das Kirchenoberhaupt vor den Gefahren von KI warnt.

Bischöfe tagen zwei Mal im Jahr

Die Deutsche Bischofskonferenz ist der Zusammenschluss der 27 deutschen Diözesen. Zur Vollversammlung, dem obersten Gremium der Bischofskonferenz, treffen sich alle katholischen Orts- und Weihbischöfe in Deutschland zweimal im Jahr.