Gedenkort für CSD-Anschlag erneut beschädigt

Gedenkort für CSD-Anschlag erneut beschädigt
Die Regenbogenbank am Ort des CSD-Anschlags in Berlin ist erneut beschädigt worden. Sie war erst am 14. September aufgestellt worden, weil bereits die ursprüngliche Bank nach wenigen Wochen mutwilliger Zerstörung zum Opfer fiel.

Berlin (epd). Nach nur wenigen Tagen ist die neue Regenbogenbank am Gedenkort des Berliner CSD-Anschlags erneut beschädigt worden. Unbekannte demontierten auf noch nicht geklärte Weise eine der Holzlatten der bunten Bank und beschädigten zwei weitere, wie die Berliner Polizei am Freitag mitteilte. Die Einsatzkräfte hätten die Beschädigungen bereits am Donnerstagabend festgestellt.

Die Bank war erst am 14. September im Tiergarten aufgestellt worden. Dabei handelte es sich bereits um die Ersatzbank der ursprünglichen Regenbogenbank, die Anfang September zerstört worden war. Die Sitzbank war am 6. August als Gedenkort für den CSD-Anschlag vom 25. Juli errichtet worden. Sie sollte zum Verweilen und zur stillen Anteilnahme einladen und Solidarität mit der queeren Community zum Ausdruck bringen.

Auch neu gepflanzter Baum wurde beschädigt

Nur wenige Tage nach der Zerstörung der ursprünglichen Sitzbank wurde auch ein neu gepflanzter Baum samt Schutzgitter aus der Erde gerissen. Der Ahorn war ein Ersatz für den Baum, mit dem der Wagen des Attentäters vom 25. Juli kollidierte. Das Bäumchen überstand den Vandalismus und wird seitdem mit einem Bodenanker gesichert. Der Gedenkort sollte bereits mit mehr Polizeipräsenz geschützt werden.

Bei dem Anschlag auf den Berliner CSD war ein Van in eine Menschenmenge gefahren. Eine 65-jährige Frau wurde getötet, 31 Menschen verletzt, manche davon schwer. Ein 21-Jähriger hatte den Wagen gesteuert und danach mit einer Stichwaffe weitere Passanten angegriffen. Die Sicherheitsbehörden gehen von einem islamistischen Motiv aus. Der Mann wurde am Tag nach dem Anschlag bei einem Polizeieinsatz erschossen.