Wiesbaden (epd). Ende 2025 haben deutlich mehr Privathaushalte in Deutschland Wohngeld bezogen als ein Jahr zuvor. Die Zahl stieg um rund 90.000 oder 7,2 Prozent auf etwa 1,3 Millionen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Das seien so viele wie noch nie seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2005. Ende 2024 hatten 3,0 Prozent der privaten Haushalte Wohngeld bekommen.
Auch die Ausgaben für das Wohngeld stiegen: Sie erhöhten sich binnen Jahresfrist um 6,4 Prozent auf 4,992 Milliarden Euro, wie die Statistikbehörde weiter mitteilte. Dies war der höchste Wert seit 2005.
Durchschnittlich 296 Euro je Haushalt
Der Anstieg ergeben sich demnach aus der gesetzlich vorgeschriebenen, turnusmäßigen Anpassung des Wohngeldanspruchs an die allgemeine Preis- und Mietpreisentwicklung. Dadurch sei auch der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch pro Haushalt gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent auf 296 Euro Ende 2025 gestiegen, notierten die Statistiker.
Wohngeld wird den Angaben zufolge einkommensschwachen Haushalten gewährt, damit diese sich angemessenen Wohnraum leisten können. Die Höhe hängt von der Höhe des Einkommens, den Wohnkosten und der Zahl der Haushaltsmitglieder ab. Das Wohngeldgesetz trat am 1. April 1965 in Kraft und wurde seither mehrfach angepasst.
In mehr als der Hälfte der Empfängerhaushalte (682.000 oder 51 Prozent) seien Ende 2025 Rentnerinnen und Rentner sowie Pensionärinnen und Pensionäre 2025 die Person mit dem Haupteinkommen gewesen, die große Mehrheit von ihnen (581.000 oder 85 Prozent) alleinstehend.




