Markus Gebhardt neuer Baumeister am Ulmer Münster

Markus Gebhardt neuer Baumeister am Ulmer Münster
Eine Mammutaufgabe kommt auf den neuen Münsterbaumeister Markus Gebhardt zu. Der Architekt muss die umfangreichen Baumaßnahmen leiten, mit denen ein riesiges Wandfresko und die Decke im Ulmer Münster saniert und restauriert werden.

Ulm (epd). Der Architekt Markus Gebhardt (55) wird neuer Münsterbaumeister in Ulm. Gebhardt wird sein Amt als Chef der Bauhütte an der größten protestantischen Kirche Deutschlands am 1. Januar 2027 antreten, wie das Dekanat Ulm am Donnerstag mitteilte. In dieser Funktion ist Gebhardt, der bisher schon stellvertretender Münsterbaumeister war, Nachfolger von Heidi Vormann. Er habe sich am Ulmer Münster bereits „sowohl fachlich als auch in seiner Führungsrolle bewährt“, sagte Dekan Torsten Krannich.

Auf den neuen Münsterbaumeister kommen gewaltige Aufgaben zu. In einer aufwendigen Reparaturmaßnahme werden das Wandfresko „Weltgericht“ vor dem Chorraum des Münsters, das größte mittelalterliche Fresko nördlich der Alpen, saniert und Schäden am Deckengewölbe behoben. Dazu ist ein 42 Meter hohes, gut 13 Meter breites und über 100 Tonnen schweres Riesengerüst aus Aluminium ins Münster eingezogen.

Millionenaufwand für den Erhalt

Für den Erhalt des Münsters, das jährlich von rund einer Million Menschen zu Besichtigung, Gottesdienst und Besinnung besucht wird, müssen pro Jahr rund 2,7 Millionen Euro aufgewandt werden. Der Kirchturm des Ulmer Münsters war mit 161,53 Metern lange Zeit der höchste der Welt. Seit rund einem Jahr hält die Sagrade Familia in Barcelona den Rekord.