Santiago de Chile, New York (epd). Chile tritt der US-amerikanischen Initiative „Shield of the Americas“ bei. Das teilte das chilenische Außenministerium am Dienstag (Ortszeit) nach einem Treffen des ultrarechten Präsidenten José Antonio Kast mit weiteren Präsidenten der Mitgliedsländer der Initiative am Rande der UN-Generalversammlung in New York mit. Die organisierte Kriminalität innerhalb des Landes mache eine regionale Sicherheitskoordination notwendig, hieß es zur Begründung. Durch Zusammenarbeit könnte unter anderem die chilenische Polizei besser ausgebildet und die Verbrechensbekämpfung gestärkt werden.
Der „Shield of the Americas“ ist eine US-amerikanische Initiative zur Zusammenarbeit mit rechtsgerichteten Regierungen in Süd- und Mittelamerika. Erklärtes Ziel ist der Kampf gegen kriminelle Banden. Unter US-Präsident Donald Trump streben die Vereinigten Staaten strategisch eine Vormachtstellung in der Region an.
14 Länder sind Mitglied der Initiative
Die Ankündigung zum Beitritt kommt im Fall von Chile überraschend. Mitte September hatte Präsident Kast noch erklärt, sein Land habe lediglich vor, in dem Bündnis einen Beobachterstatus innezuhaben.
Laut dem chilenischen Außenministerium gehören dem Zusammenschluss inzwischen 14 Länder an. Dazu zählen unter anderem Argentinien, Bolivien, Kolumbien und El Salvador. Vor rund zwei Wochen trat Peru dem „Shield of the Americas“ bei. Dort hatte die rechte Politikerin Keiko Fujimori Ende Juli ihr Amt angetreten.



