Regensburg (epd). Die Besatzung des Schiffs „Sea-Eye 5“ hat 24 Geflüchtete und Migranten im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet. Wie die Hilfsorganisation am Dienstag mitteilte, erreichte die Crew am Montagvormittag der Notruf, dass sich ein seeuntüchtiges Schlauchboot in der Such- und Rettungszone befinde. Die „Sea-Eye 5“ habe das Boot gefunden und alle Menschen darin sicher an Bord nehmen können.
Alle Geretteten seien nach zwei Tagen auf See „völlig erschöpft“ gewesen. Zu ihnen gehört den Angaben zufolge auch ein dreijähriges Kind, das stark dehydriert und sehr geschwächt war. Eine Kinderärztin an Bord habe seinen Zustand stabilisieren können. Am Dienstagnachmittag sollte das Rettungsschiff in Lampedusa eintreffen.
Knapp 2.000 Menschen tot oder vermisst
Das Mittelmeer zählt zu den gefährlichsten Fluchtrouten weltweit. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind in diesem Jahr bereits knapp 2.000 Menschen bei der Überfahrt ums Leben gekommen oder gelten als vermisst. Die Dunkelziffer könnte weit höher liegen.



