Bad Dürkheim (epd). 62 Liebespaare haben am Samstag auf dem „Wurstmarkt“ in Bad Dürkheim kirchlich „Ja“ gesagt oder sich segnen lassen. Bei dem größten Weinfest der Welt hätten 13 Pfarrerinnen und Pfarrer jeweils rund 20-minütige Zeremonien auf dem Riesenrad, im Weindorf und in der Michaeliskapelle in den Weinbergen veranstaltet, sagte Pfarrerin Diemut Meyer vom Segensbüro „Blessed.Pfalz“ der Pfälzer Kirche am Sonntag dem Evangelischen Pressedienst (epd).
31 Paare hätten sich vorab angemeldet und noch einmal genauso viele hätten sich spontan für eine Segnung oder sogar eine kirchliche Trauung entschieden, hieß es weiter. Gesorgt war auch für Musik und einen Sektempfang. Bereits 2024 hatte die Kirche auf dem „Wurstmarkt“ eine Trau- und Segensaktion veranstaltet, damals nahmen 82 Paare teil.
Kirche soll an ungewohnten Orten präsent sein
Bei perfektem Wetter sei die „SegensBAR“ von „Blessed.Pfalz“ am Fuße des Michelsbergs zu einem Anziehungspunkt geworden, sagte Meyer. Zudem seien Pfarrerinnen und Pfarrer auch zu Fuß auf dem Wurstmarkt unterwegs gewesen. „Wir sind auf die Paare zugegangen und haben ihnen Gottes Segen zugesprochen, unkompliziert, persönlich und dort, wo das Leben stattfindet“, sagte Meyer. Besonders erfreulich sei diesmal die große Zahl spontaner Begegnungen, Segnungen und Trauungen gewesen.
Die Kirche sollte weiterhin die Chance nutzen, über ein solches Veranstaltungsformat Paare mit ihrer christlichen Botschaft zu erreichen, sagte Meyer. Diese müsse auch an neuen und ungewohnten Orten präsent sein. Insgesamt sei die Zahl der Trauungen in der Pfälzer Kirche in den vergangenen stark rückläufig. Das pfälzische „Wurstmarkt“-Spektakel zieht jährlich mehr als 600.000 Besucherinnen und Besucher an.



