Spritpreise: Sozialverband VdK mahnt sozial gerechte Entlastungen an

Spritpreise: Sozialverband VdK mahnt sozial gerechte Entlastungen an

Berlin (epd). Angesichts der hohen Spritpreise dringt der Sozialverband VdK auf ein sozial gerechtes Entlastungsprogramm. Die Entlastung dürfe „kein Rettungsprogramm für die Mineralölkonzerne werden“, erklärte VdK-Präsidentin Verena Bentele am Freitag in Berlin. Sie müsse bei Menschen ankommen, die sich hohe Spritpreise „schlicht nicht mehr leisten können“.

Das betreffe etwa mobile Pflegekräfte, deren Fahrtkosten nicht mehr gedeckt seien, oder Menschen mit Behinderung, für die Busse und Bahnen oft keine barrierefreie Alternative zum eigenen Auto böten, sagte Bentele. Ebenso seien Menschen im ländlichen Raum betroffen, die für Job, Kinderbetreuung, Arztbesuche und Einkäufe auf das Auto angewiesen seien.

Deutschlandticket und Direktauszahlungen

Die Menschen im Land warteten auf ein Entlastungspaket, das Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit zusammenbringe, sagte Bentele. Konkret sprach sich die VdK-Präsidentin unter anderem für eine soziale gestaffelte Direktauszahlung sowie ein bezahlbares Deutschlandticket aus. „Am Ende muss gelten: Wer am stärksten unter den Folgen steigender Preise leidet, wird auch am stärksten entlastet“, sagte Bentele.