RKI-Bericht: Zahl der Hitzetoten etwas niedriger als zuvor geschätzt

RKI-Bericht: Zahl der Hitzetoten etwas niedriger als zuvor geschätzt

Berlin (epd). Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seine Schätzung der Hitzetoten in diesem Sommer etwas nach unten korrigiert. Ihre Zahl wird nun auf rund 16.000 geschätzt, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten RKI-Wochenbericht hervorgeht. Zuvor war von 16.300 Toten die Rede gewesen. Die niedrigere Zahl in der neuen Schätzung „lässt sich auf eine etwas veränderte Bewertung der Hitzeperiode im August 2026 zurückführen“, erklärte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd).

Diese Phase mit besonders heißem Wetter habe zu etwa 4.200 „statt vorher kommunizierten etwa 4.500“ Sterbefällen geführt, erläuterte die Sprecherin. Es gebe jetzt zuverlässigere Zahlen für die noch nicht so lange zurückliegenden Wochen. Dagegen seien die Zahlen für die Hitzewelle Ende Juni unverändert geblieben. Hier geht das RKI von etwa 9.600 hitzebedingten Todesfällen aus.

Menschen über 75 besonders betroffen

Die Schätzungen des Instituts zeigen, dass hohe Temperaturen vor allem für ältere Menschen gefährlich sind. Ab einem Alter von 75 steigt die Übersterblichkeit durch Hitze demnach deutlich an. Da Hitze auf Totenscheinen normalerweise nicht als Todesursache angegeben wird, errechnet das RKI seine Schätzungen mithilfe statistischer Verfahren.