New York, Frankfurt a.M. (epd). UN-Generalsekretär António Guterres ruft zu internationaler Zusammenarbeit auf, um die Risiken beim Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) einzudämmen. Aus seiner Sicht ist ein gemeinsames Verständnis über eine verantwortungsvolle Entwicklung von KI-Systemen nötig. Zudem müsse man erkennen, wenn leistungsfähigere Systeme strengere Schutzvorkehrungen oder zusätzliche Maßnahmen zum Beherrschen potenzieller Risiken erfordern, sagte Guterres am Mittwoch (Ortszeit) vor Journalistinnen und Journalisten in New York.
Das setze weltweite Koordination und Anstrengungen voraus. Die Regierungen müssten ihrer Verantwortung zum Schutz ihrer Bürger nachkommen.
Menschenwürde soll im Zentrum stehen
Einen Wettlauf um möglichst geringe KI-Sicherheit könne sich die Welt nicht leisten, warnte Guterres. Die Vereinten Nationen prüften kontinuierlich, welche Regularien möglich seien. „Wir brauchen Leitplanken, um Vertrauen aufzubauen und KI sicher, transparent und verantwortungsvoll zu gestalten“, sagte er. Dabei müsse die Menschenwürde im Zentrum stehen.
Guterres, der im Dezember mit 77 Jahren aus dem Amt scheidet, betonte auch die Chancen beim Einsatz von KI. Sie habe ein enormes Potenzial, zum Beispiel um Gesundheits- und Bildungssysteme zu stärken und die Klimakrise zu bekämpfen. Aber die Bedenken dürften nicht ignoriert werden, dass die Entwicklung der KI schneller voranschreitet als das menschliche Verständnis über ihre Risiken.




