Berlin (epd). Mit einer Demonstration vor dem Brandenburger Tor haben am Dienstag Aktivisten auf Risiken durch Künstliche Intelligenz (KI) aufmerksam gemacht. Sie forderten von der Bundesregierung, sich für ein internationales KI-Moratorium einzusetzen. Damit solle die Entwicklung „superintelligenter KI-Systeme“ so lange pausiert werden, bis nachgewiesen werden könne, dass diese kontrollierbar sind. Die Aktion wurde von der Organisation „PauseAI Deutschland“ initiiert.
Vor dem Brandenburger Tor hielten rund 20 Aktivistinnen und Aktivisten Schilder mit Aufschriften wie „Stoppt das KI-Wettrüsten“ hoch. „PauseAI Deutschland“ warnte in einer Mitteilung, dass Wettbewerbsdruck die Unternehmen immer weiter antreibe. Der Sprecher der Gruppe, Benjamin Schmidt, erklärte: „Dieses katastrophale Wettrennen lässt sich nur durch eine globale Pause der KI-Entwicklung verhindern.“
Entwickler warnen vor Gefahren
„PauseAI Deutschland“ verwies unter anderem auf die kürzliche Kündigung des Forschers Jacob Coxon bei dem KI-Konzern Anthropic. Dieser hatte vergangene Woche auf der Plattform X erklärt, Entwickler des Unternehmens glaubten, dass die Technologie die Menschheit vernichten könnte. Trotzdem gehe Anthropic erhebliche Risiken ein. Die Chefs der führenden KI-Unternehmen Anthropic, OpenAI und SpaceXAI forderten jüngst weniger Tempo bei der Entwicklung.
Eigenen Angaben zufolge ist „PauseAI Deutschland“ Teil einer Bewegung mit Gruppen in 17 Ländern. Über 150 Wissenschaftler unterschrieben Anfang des Jahres einen Appell der Gruppe mit Forderungen nach roten Linien für die Technologie.



