Sprengstoff an Brandenburger Umspannwerk gefunden

Sprengstoff an Brandenburger Umspannwerk gefunden
An einer brandenburgischen Stromanlage gab es wohl einen Anschlagsversuch. Ministerpräsident Woidke verurteilt die Tat.

Potsdam (epd). An einem Umspannwerk nahe dem Braunkohlekraftwerk Jänschwalde in Brandenburg sind am Dienstag Sprengstoffvorrichtungen gefunden worden. Entschärfer der Polizei seien vor Ort, es bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Brandenburg in Potsdam. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verurteilte den mutmaßlichen Anschlagsversuch.

Das wichtigste sei, dass keine Menschen zu Schaden gekommen seien, erklärte Woidke in Potsdam und ergänzte: „Dennoch nehmen wir die Angriffe auf unsere kritische Infrastruktur sehr ernst.“ Die hohe Frequenz derartiger Vorfälle zeige, dass Infrastruktur entschlossen geschützt werden müsse. „Wer versucht, unsere kritische Infrastruktur zu sabotieren und das gesellschaftliche Leben zu lähmen, greift uns alle an“, betonte der Ministerpräsident.

Kurzzeitige Leitungsunterbrechungen

Nach Angaben der Polizei handelt es sich um mehrere sogenannte Sprengstoff- und Brandvorrichtungen. Diese seien gegen 8 Uhr morgens an Leitungen des Umspannwerks entdeckt worden. Das nahegelegene Kraftwerk Jänschwalde sei nicht betroffen. Das Landeskriminalamt Brandenburg hat die Ermittlungen übernommen.

Der Netzbetreiber 50Hertz teilte mit, dass unbekannte Täter am Morgen Sachbeschädigungen an mehreren Leitungen verübt hätten. Im Zuge dessen sei es zu kurzzeitigen Leitungsunterbrechungen gekommen. Die allgemeine Stromversorgung ist den Angaben nach nicht beeinträchtigt. Das Unternehmen bat die Bevölkerung in dem Netzgebiet, aufmerksam zu sein und verdächtige Personen oder Vorkommnisse der Polizei zu melden.