Ein Fünftel der Ruheständler ab 65 ist armutsgefährdet

Ein Fünftel der Ruheständler ab 65 ist armutsgefährdet
Senioren-Haushalte verfügen durchschnittlich über rund 2.300 Euro im Monat. Ein knappes Fünftel aller Ruheständler ist armutsgefährdet.

Wiesbaden (epd). Haushalte von Ruheständlern ab 65 Jahren haben ein mittleres Einkommen von 2.330 Euro pro Monat. In den östlichen Bundesländern einschließlich Berlin beträgt dieses Medianeinkommen 2.270 Euro im Monat, in den westlichen Bundesländern 2.350 Euro, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Grundlage der Berechnung sind Ergebnisse der europäischen Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2025.

Der Median bildet die Mitte der Einkommensverteilung ab, 50 Prozent haben ein höheres und 50 Prozent ein geringeres Einkommen. Nach Angaben der Statistiker waren bundesweit 18,9 Prozent der Ruheständler ab 65 Jahren armutsgefährdet. Zum Vergleich: In der Gesamtbevölkerung waren bundesweit 16,1 Prozent der Personen armutsgefährdet.

Mehrheit der Ruheständler im Westen wohnt im Eigentum

Im Jahr 2025 wohnten bundesweit 57 Prozent der Ruheständler ab 65 Jahren im Wohneigentum und 43 Prozent zur Miete. In den westlichen Bundesländern wohnten 61 Prozent der Ruheständler im Eigentum und 39 Prozent zur Miete. In den östlichen Ländern wohnten nur 44 Prozent im Eigentum und 56 Prozent zur Miete.

In der Einkommensstatistik wurden Haushalte berücksichtigt, in denen ausschließlich Rentnerinnen und Rentner sowie Pensionärinnen und Pensionäre ab 65 Jahren leben. Das waren 2025 rund 13,6 Millionen Menschen, 10,5 Millionen in den westlichen und 3,1 Millionen in den östlichen Bundesländern.