Bremen (epd). Die queere Community hat in Bremen und Magdeburg den Christopher Street Day gefeiert. In Bremen demonstrierten am Samstag laut den Veranstaltern rund 33.000 Menschen. Trotz Regens seien damit noch einmal deutlich mehr Teilnehmende für Vielfalt, Solidarität und die Rechte von LGBTIQ*-Menschen auf die Straße gegangen als im Vorjahr, sagte Robert Dadanski vom CSD-Vorstand dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Polizei sprach am Nachmittag von einem friedlichen und ausgelassenen Verlauf.
Der 30. Christopher Street Day (CSD) in Magdeburg fand unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt. An der Parade unter dem Motto „Wähl Liebe“ nahmen laut Polizei rund 3.000 Menschen teil. Zum Auftakt wurde auf dem Domplatz ein Gottesdienst gefeiert. Dort wurde auch an die Opfer des islamistischen Anschlags auf den Berliner CSD erinnert, bei dem am 25. Juli eine Frau getötet und mehr als 30 Menschen teils schwer verletzt wurden. Mit dem CSD zwei Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sollte den Veranstaltern zufolge ein Zeichen für Demokratie, Vielfalt und eine offene Gesellschaft gesetzt werden.
CSD auch in weiteren Städten
Das Motto des Bremer CSD lautete „Generationen voller Pride - glücklich, sichtbar, stark“. Den Angaben zufolge hatten sich mehr als 50 Vereine, Initiativen, Unternehmen, Parteien, Gewerkschaften und sozialen Einrichtungen angemeldet. Trotz des Anschlags beim Berliner CSD hätten sich mehr Menschen als die rund 29.000 vom vergangenen Jahr beteiligt. Vor der Demonstration fand ein ökumenischer Gottesdienst statt.
Die CSD-Bewegung geht auf ein Ereignis am 28. Juni 1969 in der Christopher Street in New York City zurück. Besucher der Schwulen-Bar „Stonewall Inn“ widersetzten sich damals der Polizeigewalt. Inzwischen ist der CSD eine globale Bewegung für die Akzeptanz und die Rechte queerer Menschen. Auch in anderen Städten wie Zwickau, Bad Hersfeld oder Lüdenscheid fanden am Samstag CSD statt.



