Berlin (epd). 87 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wird am 1. September im Berliner Tiergarten am „Gedenkort für Polen 1939-1945“ an die polnischen Opfer des Krieges und der deutschen Besatzung erinnert. Zu der Gedenkveranstaltung nahe dem Kanzleramt werden neben Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) Vertreter der polnischen Botschaft und der Bundesregierung erwartet, wie die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas am Dienstag mitteilte.
„Für Polen bedeutete dieser Krieg fünfeinhalb Jahre Besatzungsherrschaft mit mehr als fünf Millionen getöteten Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern“, heißt es in der Einladung. Die Verbrechen, die von Deutschen und in deutschem Namen verübt wurden, seien in Polen unvergessen.
Massenerschießungen bei Danzig
In diesem Jahr soll besonders an die Massenerschießungen in den Wäldern von Piasnitz (Piasnica) nordwestlich von Danzig erinnert werden. Dazu werden Schülerinnen und Schüler aus Zeugnissen von Überlebenden und Opfern lesen. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung durch das Quartett des Kammerorchesters „Progress“ aus Danzig. Am Abend gibt es dazu auch Vorträge und eine Podiumsdiskussion im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors.



