Berlin (epd). Zum 65. Jahrestag des Mauerbaus ist bei einer zentralen Gedenkfeier in der Bernauer Straße in Berlin-Mitte an die Opfer der deutschen Teilung erinnert worden. Rund 120 Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft nahmen an der Gedenkveranstaltung teil, darunter Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (beide CDU) und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos).
In ihrer Rede in der Kapelle der Versöhnung würdigte Klöckner die Mauertoten. So erinnerte sie etwa an Günter Litfin, der als erstes Opfer des Schießbefehls gilt. „Die Mauer teilte nicht nur die Bernauer Straße, nicht nur Berlin. Sie teilte Deutschland, Europa. Und sie teilte die Welt“, sagte die Bundestagspräsidentin. Die frühere Grenze sei heute fast unsichtbar, habe aber Spuren hinterlassen. Klöckner rief dazu auf, dass die Menschen in Deutschland einander zuhören sollten.
Mauerfall 28 Jahre später
Die Veranstaltung in der Kapelle war geladenen Gästen vorbehalten, wurde aber live auf Bildschirme auf dem Vorplatz übertragen. Danach wollten die Besucher der Veranstaltung am Mauer-Denkmal Kränze für die Opfer der Grenze und der kommunistischen Gewaltherrschaft niederlegen.
Bei einer Gedenkfeier des Landes Brandenburg in Großziethen am südlichen Berliner Stadtrand wollte am Nachmittag auch Landesinnenminister Jan Redmann (CDU) mit einer Rede an die deutsche Teilung erinnern. An der ab 13. August 1961 gebauten Berliner Mauer wurden mindestens 140 Menschen bei Fluchtversuchen getötet. Sie fiel am 9. November 1989.



