Berlin (epd). Ein temporärer Gedenkort am Brandenburger Tor soll zum 65. Jahrestag des Mauerbaus an die deutsche Teilung erinnern. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) eröffneten die Installation am Mittwoch und stellten das Programm vor, mit dem die Hauptstadt das Gedenken vom 13. bis 16. August begehen soll.
Die rund drei Meter hohe und 30 Meter lange Installation des Künstlers Hubertus Hamm soll bis zum 17. August an die einstigen Grenzanlagen erinnern. Je nach Perspektive wirkt die Wand aus Aluminium lichtundurchlässig oder transparent. Wegner sprach von der Mauer als schreckliche Zäsur für Berlin, Europa und die Welt. „Denn an dieser Stelle hier, wo wir stehen, wurde nicht nur Berlin geteilt“, sagte er. Der Regierende Bürgermeister würdigte auch die anwesende Zeitzeugin Renate Werwigk-Schneider. Diese geriet nach gescheiterten Fluchtversuchen aus der DDR in Haft und wurde später von der Bundesrepublik freigekauft.
Verbindung der Gedenkorte
Die Berliner Gesellschaft Kulturprojekte und die Stiftung Berliner Mauer haben anlässlich des Jahrestags Ausstellungen, Konzerte und Gedenkveranstaltungen geplant. Am Brandenburger Tor ist auch die Ausstellung „Mauerblicke. Berlin 1961-1990“ mit historischen Fotografien des Lebens im geteilten Berlin und des Mauerbaus zu sehen. Plakate entlang der S-Bahn-Linien S1, S2, S25 und S26 sollen zudem das Programm am Platz des 18. März mit der Mauer-Gedenkstätte in der Bernauer Straße verbinden. An dieser Strecke lagen bis zur Wiedervereinigung sogenannte Geisterbahnhöfe.



