Berlin (epd). Mit einer zentralen Gedenkveranstaltung in der Bernauer Straße wird am Donnerstag an den Bau der Berliner Mauer vor 65 Jahren erinnert. Dazu werden nach Angaben der Stiftung Berliner Mauer mehr als 120 Vertreter aus Politik, Kultur und Gesellschaft an der Gedenkstätte in Berlin-Mitte erwartet. Als Gäste sind unter anderem Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU), Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) sowie Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) angekündigt.
In der Kapelle der Versöhnung soll Klöckner im Anschluss an eine Andacht eine Rede halten. Auch ein moderiertes Gespräch mit Jörg und Franz Hildebrandt ist geplant. Die beiden sind Sohn und Urenkel von Helmut Hildebrandt, der 1961 Pfarrer in der Versöhnungskirche war. Die Kirche lag im Todesstreifen, wurde noch im Jahr des Mauerbaus geschlossen und später von der DDR-Regierung gesprengt. Zum Abschluss der Gedenkveranstaltung ist eine Kranzniederlegung am Mauer-Denkmal zum Gedenken an die Opfer der deutschen Teilung und der SED-Diktatur geplant.
Im November 1989 fiel die Mauer
In der Hauptstadt sind vom 13. bis 16. August zahlreiche Gedenkveranstaltungen und Ausstellungen angekündigt. Bei der zentralen Gedenkfeier des Landes Brandenburg in Großziethen am südlichen Berliner Stadtrand will Landesinnenminister Jan Redmann (CDU) mit einer Rede am Donnerstag an die deutsche Teilung erinnern.
An der ab dem 13. August 1961 in der DDR gebauten Berliner Mauer sind mindestens 140 Menschen bei Fluchtversuchen gestorben. Mit dem Mauerfall vom 9. November 1989 endete die Teilung.



