Nairobi, Lusaka (epd). Im südafrikanischen Sambia wird am Donnerstag ein neues Staatsoberhaupt gewählt. Der amtierende Präsident Hakainde Hichilema (64) tritt zu Wiederwahl an. Umfragen zufolge stehen seine Chancen auf eine zweite Amtszeit gut.
Herausgefordert wird Hichilema, der seit 2021 regiert, von dem Anwalt und Parlamentsabgeordneten Brian Mundubile (55), für den sich mehrere Oppositionsparteien ausgesprochen haben. Insgesamt 13 Kandidaten treten gegen Hichilema an. Knapp neun Millionen Menschen sind für den Urnengang registriert, bei dem auch ein neues Parlament gewählt wird.
Kritik an autoritärem Kurs
Das Land mit rund 22 Millionen Einwohnern ist von der Landwirtschaft und dem Rohstoffabbau geprägt. Kupfer ist eines der wichtigsten Exportgüter. Während seiner Amtszeit hat Hichilema das Land aus einer tiefen Schuldenkrise herausgeführt und wirtschaftlich stabilisiert. Doch die Lebenshaltungskosten sind hoch und für viele Wähler eines der wichtigsten Themen. In einem Interview mit der britischen BBC verwies Hichilema kürzlich auf eine Dürre und den Krieg im Iran. Diese Faktoren könne er nicht beeinflussen.
Der Oppositionspolitiker Mundubile warf Regierung und Polizei während des Wahlkampfes wiederholt Angriffe auf ihn und seine Unterstützer vor. Auch Amnesty International äußerte sich besorgt. Die Versammlungs- und Meinungsfreiheit sowie die freie Medienberichterstattung seien unter Beschuss.



