Rudolstadt (epd). Private Spenden sind für den Erhalt der Kulturdenkmale der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten unverzichtbar. „Jede Spende zeigt unabhängig von ihrer Höhe die Wertschätzung der Menschen für unsere Bau- und Gartendenkmale und hilft, dieses kulturelle Erbe zu bewahren“, sagte Stiftungsdirektorin Doris Fischer dem Evangelischen Pressedienst (epd). Gelungene Spendenprojekte stärkten den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Private Zuwendungen ermöglichten Bau- und Restaurierungsmaßnahmen, die mit den regulären Haushaltsmitteln kaum oder gar nicht umsetzbar wären. Einen großen Anteil daran hätten Fördervereine, die für einzelne Schlösser, Burgen oder Parkanlagen Geld sammelten und der Stiftung zweckgebunden zur Verfügung stellten.
70.000 Euro Spenden für die Greifenbank
Zu den erfolgreich abgeschlossenen Projekten zählt etwa das Schallhaus im Schlossgarten der Heidecksburg in Rudolstadt. Der barocke Pavillon mit seinem außergewöhnlichen Schallsaal gelte als letzter erhaltener Bau dieser Art in Thüringen, sagte Fischer. Musiker spielten einst im oberen Raum, während die höfische Gesellschaft darunter den durch die Architektur verstärkten Klang hörte. „Vollständig aus Spenden finanziert wurde auch das 2022 eröffnete Kamelienhaus in der Herzoglichen Orangerie Gotha“, sagte Fischer.
„Abgeschlossen ist auch die Wiederherstellung der Greifenbank im Schlosspark Altenstein bei Bad Liebenstein“, sagte die Kunsthistorikerin. Der kunstvoll gestaltete Aussichtspunkt gehöre zu den charakteristischen Architekturen des Landschaftsparks und sei durch rund 70.000 Euro Spenden restauriert worden.
Dankbar für finanzielle Unterstützung
Auch aktuelle Projekte profitieren von dem privaten Engagement. 2025 kamen innerhalb kurzer Zeit 8.000 Euro für den Abschluss der Ufersanierung am Parksee im Fürstlich Greizer Park zusammen. In diesem Jahr wurde auf Schloss Altenstein ein historischer Kachelkamin mithilfe von 32.000 Euro an Spenden wiederhergestellt. „Auch für den Wiederaufbau der kürzlich bei einem Brand zerstörten Hammerwiesenscheune im Fürstlich Greizer Park sind binnen weniger Wochen rund 13.000 Euro eingegangen“, betonte die Direktorin. Etwa 22.000 Euro seien bislang für die Beseitigung der Brandschäden auf der Runneburg in Weißensee gespendet worden.
Das jährliche Spendenaufkommen schwanke, etwa wenn größere Beträge von Fördervereinen eingingen, erklärte Fischer. „Insgesamt beobachten wir seit Jahren eine weitgehend stabile Bereitschaft, den Erhalt der historischen Denkmäler zu unterstützen.“der historischen Denkmäler zu unterstützen." Dafür sei sie dankbar.



