Berlin (epd). Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst will seinen Kindern christliche Werte vermitteln. Er gehe nicht jeden Sonntag in die Kirche, aber „wir beten, wenn ich abends zu Hause bin“, sagte der CDU-Politiker im Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ der Funke Mediengruppe (Dienstag). „Ich sehe das als Angebot, unseren Kindern etwas mitzugeben.“ Sollten seine beiden Töchter - die ältere ist fünf Jahre alt, die jüngere ein knappes halbes Jahr - irgendwann entscheiden, dass der Glaube für sie keine Relevanz hat, müsse er das akzeptieren.
„Aber ich will ihnen das mindestens anbieten, dass es noch eine Instanz gibt, dass es ein Wertegerüst gibt, das einen Ursprung hat“, sagte der 51-jährige Christdemokrat. Je älter er werde, desto mehr merke er, dass ihn das Wertegerüst, das mit dem christlichen Menschenbild verbunden sei, „auf eine Art und Weise prägt, die ich gut finde“.
Zu Hause nicht frömmelnd
Auch beim frühen Tod seiner Mutter waren Wüst Glaube und Gebet wichtig. „Wir waren zu Hause nicht frömmelnd“, sagte er. „Aber wenn nichts mehr hilft, wenn du keine Antworten mehr kriegst aus dir selbst heraus oder von anderen, dann gehst du dahin zurück, wo du sie vielleicht glaubst zu finden. Bei mir war es der Glaube, der katholische Glaube.“



