Berlin, Osnabrück (epd). Ein Forschungsteam der Freien Universität Berlin und der Universität Osnabrück will den Einfluss von Stimme, Musik und anderen Klängen in politischen Botschaften erforschen. Ziel sei es, eine neue Perspektive auf politische Kommunikation zu eröffnen, erklärte die Kultur- und Literaturwissenschaftlerin Lenka Filipova am Montag in Berlin. Das Projekt „Soundscapes of Populism“ (auf deutsch: „Klanglandschaften des Populismus“) werde mit 330.000 Euro von der Volkswagenstiftung gefördert.
Untersucht werden sollen Mediendebatten aus West-, Mittel- und Südeuropa in sechs unterschiedlichen Sprachen. Dabei gehe es um populistische Diskurse. „Wir analysieren Tonfall, Sprachrhythmus, Sprechchöre, Soundbites, politische Jingles, Audiomemes und Hintergrundgeräusche“ sagte Filipova. Danach werde untersucht, welche emotionalen Reaktionen, wie Zugehörigkeitsgefühl, politische Identifikation oder Überzeugung, dadurch hervorgerufen oder verstärkt werden.
Förderung von unerwarteten Ideen
Im Rahmen der Initiative „Aufbruch“ der VW-Stiftung sollen den Angaben zufolge neue Forschungsideen in den Geistes- und Kulturwissenschaften gefördert werden. Es gehe unter anderem um unkonventionelle Ideen in bislang unerschlossenen Bereichen der Forschung.



