Gewalttat auf CSD: Solinger Initiative versichert Opfern Solidarität

Gewalttat auf CSD: Solinger Initiative versichert Opfern Solidarität
Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den CSD in Berlin hat ein Solinger Initiativkreis seine Solidarität mit den Opfern erklärt. Das Solinger Stadtfest, auf dem es vor zwei Jahren zu einer Messerattacke mit drei Toten kam, soll weiterhin stattfinden.

Solingen (epd). Der Initiativkreis Solingen hat nach dem mutmaßlichen Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin seine Solidarität mit den Opfern und ihren Angehörigen erklärt. Als Organisatoren des Solinger Stadtfestes wisse man um die Gefühle der Angehörigen, die einen Menschen verloren hätten, so wie um das Trauma all jener, die das mit ansehen mussten, erklärte der Initiativkreis am Sonntag in Solingen. „Der Initiativkreis steht fest an der Seite all dieser Menschen.“

Die Tat wecke Erinnerungen an das Attentat auf das Solinger Stadtfest am 23. August 2024, hieß es weiter. Dabei hatte ein mutmaßlicher syrischer Islamist eine Frau und zwei Männer mit einem Messer getötet und acht Besucher teilweise schwer verletzt. Das Oberlandesgericht Düsseldorf verurteilte ihn im vergangenen September zu einer lebenslangen Haft, dagegen legte er Revision ein.

„Anschlag rückt Thema Sicherheit erneut in den Mittelpunkt“

Der Initiativkreis bekräftigte zugleich die Absicht, vom 14. bis 16. August eine Sommerparty zu veranstalten. „Natürlich rückt nach dem schrecklichen Anschlag in Berlin das Thema Sicherheit erneut in den Mittelpunkt“, erklärte der Initiativkreis. Dazu stehe man mit dem Ordnungsamt der Stadt Solingen, der Feuerwehr, der Polizei, dem privaten Sicherheitsdienst und dem Veranstaltungsmeister als Planer der Sicherheitsmaßnahmen im Austausch.

Auf Grundlage der Erfahrungen mit der Sommerparty des vergangenen Jahres sei das Sicherheitskonzept entsprechend angepasst worden, hieß es weiter. Dabei gehe es besonders darum, das Durchbrechen von Fahrzeugen auf das Veranstaltungsgelände zu verhindern. Es gelte weiterhin, was seit dem Attentat auf das Stadtfest im Jahr 2024 gelte: „Wir lassen uns das Feiern nicht verbieten. Wir stellen unsere freiheitliche Grundordnung ins Schaufenster - und feiern sie gemeinsam.“