Paderborn (epd). Der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz hat beim Pontifikalamt des Libori-Festes am Sonntag kritisiert, aus politischem Kalkül Vorurteile zu stärken. Es werde von manchen versucht, mit einer verwerflichen Strategie Ressentiments zu schüren, um politisch zu punkten, sagte Bentz im Paderborner Dom. Dabei werde mit der Verunsicherung und Angst der Menschen gespielt.
Wichtig sei es, „mittendrin“ zu stehen, mit offenen Augen, einem hörenden Herz und einem wachen Gewissen, sagte Bentz unter Verweis des Leitworts „mittendrin. Libori 2026“. Menschen erlebten in den beschleunigten Innovationsschüben der Künstlichen Intelligenz das Wechselbad enthusiastischer Hoffnungen und apokalyptischer Szenarien.
Eines der ältestens Volksfeste Deutschlands
Nach dem Pontifikalamt wurden der vergoldete Schrein mit den Libori-Reliquien in einer Prozession durch die Paderborner Innenstadt getragen. Eröffnet wurde das Fest unter dem Leitwort „mittendrin. Libori 2026“ am Samstag. Bis zum 2. August wird es mit festlichen Gottesdiensten im Dom sowie mit zahlreichen weiteren Veranstaltungen gefeiert. Auf einer Kirmesmeile präsentieren sich Schausteller mit ihren Ständen.
Das Liborifest gilt als eines der ältesten Volksfeste Deutschlands. Es erinnert an den heiligen Liborius, den Schutzpatron des Domes, des Erzbistums und der Stadt Paderborn. Im Jahr 836 soll der Bischof von Le Mans der Kirche von Paderborn die Reliquien des heiligen Liborius geschenkt haben, um den Glauben zu stärken. Im gleichen Jahrhundert entstand mit dem Libori-Fest die Tradition, dem Heiligen ein Fest zu widmen.



