Hamburg (epd). Das Archiv der KZ-Gedenkstätte Neuengamme ist mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) digitalisiert worden. Das neue KI-Portal soll Forschenden die Arbeit mit Erinnerungsberichten ehemaliger KZ-Häftlinge erleichtern, wie die Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen am Mittwoch mitteilte. Neuengamme besitze eine Sammlung von über 2.200 unpublizierten Erinnerungsberichten.
Das Portal sei ein sinnvolles Werkzeug für die Archivarbeit. „Die Auswertung und Einordnung bleiben beim Menschen“, sagte Karsten Uhl, Leiter der Abteilung Dokumentation und Forschung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Neben einer Volltextsuche und einer Suche nach Schlagworten ermögliche der KI-Assistent erstmals eine individualisierte Suche. Forschende könnten ihr Thema in eigenen Sätzen beschreiben, um dann auf die passenden Erinnerungsberichte hingewiesen zu werden.




