Heinrich Schütz Musikfest geht auf "Spurensuche"

Heinrich Schütz Musikfest geht auf "Spurensuche"
Was sagt uns jahrhundertealte Musik heute? Das mitteldeutsche Musikfest zu Ehren des Komponisten Heinrich Schütz geht dieser Frage nach. Es überschreitet bewusst stilistische Grenzen.

Bad Köstritz, Dresden (epd). Das Heinrich Schütz Musikfest in Mitteldeutschland lädt in diesem Jahr zu knapp 50 Veranstaltungen ein. Zu erleben sind Konzerte, Vorträge und Gespräche, Ausstellungen sowie musikalische Gottesdienste und Performances. Das Festival vom 2. bis 11. Oktober steht unter dem Titel „Spurensuche. Anstoß und Aufbruch“. Interimsintendant und Cembalist Gerd Amelung sagte am Dienstag anlässlich der Programmvorstellung im thüringischen Bad Köstritz: Im Fokus stehe die Rezeption und die Wirkung der Musik von Heinrich Schütz (1585-1672) zu seinen Lebzeiten und danach.

Etwa 200 Jahre lang sei das Werk des frühbarocken Komponisten nahezu in Vergessenheit geraten. Im 19. Jahrhundert sei es jedoch wiederentdeckt worden. Das Festival wolle auch danach fragen, was die rund 400 Jahre alte Musik von Schütz „mit uns heute macht“, sagte Amelung. Eröffnet wird das Musikfest am 2. Oktober mit einer Performance im Dresdner Zentralwerk.

Vokalensemble „The Present“

Diese wird vom 2019 gegründeten Vokalensemble „The Present“ gestaltet, das in diesem Jahr „Artist in Residence“ des Festivals ist. Die Veranstaltungen des Musikfestes finden in Dresden, Gera, Bad Köstritz, Weißenfels und Zeitz statt. „The Present“ steht nach eigenen Angaben für konzeptuelle Programme und performative Formate. Alte und Neue Musik werden demnach bewusst verschränkt, experimentelle Elemente integriert und stilistische Grenzen überschritten. Erwartet werden zudem unter anderem der Thomanerchor Leipzig, das Ensemble La Rubina, der Dresdner Kammerchor und die Lautten Compagney Berlin.