Düsseldorf (epd). Angesichts der drohenden Hitzewelle in weiten Teilen Deutschlands hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) mehr Schutz für obdachlose Menschen gefordert. „Die meisten können sich in ihre kühle Wohnung zurückziehen. Dies gilt nicht für obdachlose Personen, die der Sonne ohne Schutz ausgesetzt sind und häufig bereits körperlich geschwächt sind“, sagte eine DRK-Sprecherin der „Rheinischen Post“ (Freitag) in Düsseldorf. Deshalb sollten die Kommunen „im Sommer kühle Orte bereitstellen oder öffentliche Trinkbrunnen installieren“. Leider sei die staatliche Finanzierung in diesem Bereich aber in vielen Regionen nicht ausreichend und viele Angebote für Obdachlose würden nur in der kalten Jahreszeit betrieben.
Die Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland (SoVD), Michaela Engelmeier, sprach sich derweil für mehr Aufklärung über die Gesundheitsgefahren bei extremer Hitze aus. Es brauche „niedrigschwellige Informationsangebote sowie konkrete Maßnahmen zur Stärkung der Hitzeschutzkompetenz in Kitas, Pflegeeinrichtungen und Schulen“, sagte sie der Zeitung. Vor allem für vulnerable Gruppen sei die Informationslage oft schlecht.




