Bonn, Hannover (epd). Mehr als 30.000 Mal haben Notfallseelsorger im vergangenen Jahr Menschen in Krisensituationen unterstützt. Wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die katholische Deutsche Bischofskonferenz am Donnerstag mitteilten, wurden rund 32.000 Einsätze gezählt. Das seien durchschnittlich mehr als 80 Einsätze am Tag. Mehrere Tausend Ehrenamtliche sowie hauptamtliche Mitarbeitende begleiteten Betroffene nach Unfällen, plötzlichen Todesfällen, Naturkatastrophen und anderen belastenden Ereignissen.
Die Notfallseelsorge ist Teil der Psychosozialen Notfallversorgung in Deutschland. Sie arbeitet eng mit Rettungsdiensten, Polizei, Feuerwehren und weiteren Hilfsorganisationen zusammen. Sie richtet sich an Überlebende, Angehörige, Ersthelferinnen und Ersthelfer und Zeugen. Notfallseelsorge leistet psychosoziale Akuthilfe im Rahmen des Seelsorgeauftrages der Kirche.
Beitrag zur gesellschaftlichen Resilienz
Die Notfallseelsorge zeige die Kirche in einer ihrer wichtigsten Aufgaben, nämlich Menschen in existenziellen Krisen beizustehen, sagte der Erfurter Weihbischof Reinhard Hauke. Die Ratsvorsitzende der EKD, Kirsten Fehrs, sagte, das Angebot trage zur gesellschaftlichen Resilienz bei.



