Bonn (epd). Rund 300.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene engagieren sich nach Zahlen der katholischen Deutschen Bischofskonferenz als Messdiener. Das zeige eine Auswertung der 27 deutschen Bistümer, teilte die Bischofskonferenz am Donnerstag mit. Der Anteil der Messdienerinnen liegt demnach bundesweit bei rund 54 Prozent.
Messdiener, auch Ministranten genannt, unterstützen den Priester in der katholischen Messe. In evangelischen Gottesdiensten gibt es keine Messdiener. Die meist jugendlichen Messdiener haben verschiedene Rollen, sie können Kreuzträger bei der Prozession am Beginn des Gottesdienstes sein, helfen am Altar bei der Gabenbereitung während des Abendmahls, halten das Messbuch oder schwenken das Weihrauchfass.
„Die Ministrantinnen und Ministranten gehören zu einer der stärksten und sichtbarsten Formen kirchlicher Jugendarbeit in Deutschland“, sagte der Osnabrücker Weihbischof Johannes Wübbe als Vorsitzender der Jugendkommission laut Mitteilung.
Zahl der Messdiener sinkt
Die Auswertung zeige, dass der Ministrantendienst trotz rückläufiger katholischer Jugendjahrgänge einer der größten Orte kirchlicher Jugendseelsorge bleibe, hieß es. Doch sinkt auch hier die Zahl der Engagierten. Nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz aus dem Jahr 2024 engagierten sich damals knapp 360.000 Messdienerinnen und Messdiener im Gottesdienst.
Laut der sechsten Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung aus dem Jahr 2023 ist der Anteil ehemaliger Ministranten unter den gleichaltrigen Katholiken über die Jahrzehnte gestiegen. In der Altersgruppe der 14- bis 21-Jährigen gaben 47 Prozent an, früher als Ministrantin oder Ministrant tätig gewesen zu sein. Im Vergleich dazu waren es in der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen 19 Prozent.



