UN wollen Millionen Afghanen bei Heimkehr helfen

UN wollen Millionen Afghanen bei Heimkehr helfen
Die Vereinten Nationen wollen Millionen afghanischen Flüchtlingen in Pakistan und dem Iran bei der Rückkehr in die alte Heimat helfen.

Die Heimkehr sei ein legitimer Wunsch der meisten vertriebenen Afghanen, sagte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres, am Donnerstag in Genf. Die angespannte Sicherheitslage in Teilen Afghanistans erlaube jedoch nicht, dass alle zurückkehrten. Etwa drei Millionen Afghanen leben im Exil. Damit sind sie vor dem Irak (knapp 1,7 Millionen) und Somalia (knapp 800.000) die größte Flüchtlingsgruppe aus einem Land.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR will in ausgesuchten afghanischen Regionen bei der Reintegration der Geflohenen helfen. Zusammen mit der Regierung in Kabul sollen Unterkünfte, Lebensmittel und medizinische Dienste bereitgestellt werden. Zudem sollen Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden. In Pakistan halten sich noch zwei Millionen Afghanen auf, im Iran noch eine Million. Seit 2002 kehrten 5,7 Millionen afghanische Flüchtlinge aus Pakistan, dem Iran und anderen Ländern in ihre Heimat zurück.

Im vergangenen Jahr wagten angesichts der angespannten Sicherheitslage nur 70.000 Flüchtlinge die Heimkehr in das Land am Hindukusch. Die Regierungen Afghanistans, Pakistans und des Irans sowie das Flüchtlingshilfswerk einigten sich darauf, dass die afghanischen Flüchtlinge auf eigenen Wunsch für weitere drei Jahre in Iran und Pakistan bleiben dürften. Das UNHCR rechnet damit, dass die Versorgung und die Integration der afghanischen Flüchtlinge in den kommenden drei Jahren knapp zwei Milliarden US-Dollar kosten wird.

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