Konstantin Neven DuMont beurlaubt sich selbst

Konstantin Neven DuMont beurlaubt sich selbst
Konstantin Neven DuMont nimmt eine Auszeit. Nach der "Kommentaraffäre" macht er eine Weile Urlaub von seiner Funktion als Verlagsvorstand, wie der epd erfuhr.
10.11.2010
Von Michael Ridder

"Ich habe den Aufsichtsrat darum gebeten, dass ich ein bisschen Urlaub machen kann", sagte Neven DuMont am Mittwoch dem epd. Die Dauer des Urlaubs stehe noch nicht fest. "Nach allem, was in den letzten Wochen so geschrieben wurde, muss jetzt erstmal Ruhe einkehren." 

Zugleich betonte der Manager, dass er Mitglied des Vorstands und Herausgeber bleibe. Dies sei mit dem Aufsichtsrat vereinbart worden. Anderslautende Medienberichte seien falsch.

Auseinandersetzung mit Stefan Niggemeier

Der Sohn des Altverlegers Alfred Neven DuMont war wegen einer Auseinandersetzung mit dem Medienjournalisten Stefan Niggemeier in die Kritik geraten. Niggemeier hatte ihm vorgeworfen, er habe unter zahlreichen Pseudonymen mehrere hundert Kommentare im Blog des Medienjournalisten hinterlassen. Neven DuMont bestritt diese Darstellung, räumte aber ein, die Kommentare stammten von anderen Personen, die Zugang zu seinem Computer gehabt hätten.

Mehrfach war spekuliert worden, dass Konstantin Neven DuMont wegen der Affäre seinen Vorstandsposten verlassen werde. Der DuMont-Konzern äußert sich offiziell nicht zu der Angelegenheit.

Rund 700 Millionen Euro Umsatz

M. DuMont Schauberg ist nach Auflagenzahlen die drittgrößte Zeitungsgruppe in Deutschland. Das Unternehmen verkauft täglich 1,4 Millionen Zeitungsexemplare. Der Umsatz lag 2009 bei 706,8 Millionen Euro. Zum Konzern gehören unter anderem "Kölner Stadt-Anzeiger", "Kölnische Rundschau", "Frankfurter Rundschau"

Für evangelisch.de hat Konstantin Neven DuMont einen Beitrag in der Medienkolumne "Das Altpapier" geschrieben, den Sie hier finden.

epd