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Ukrainekrieg
Wie Moskau mit Hilfe der Kirche Fakten schafft
Ende August weihte der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill den 62-jährigen Iosif Paschentsev zum Bischof für die Region Cherson. Er ist nicht der erste moskautreue Geistliche in den besetzten Gebieten. Seit 2023 hat die russisch-orthodoxe Kirche (ROK) bereits in fünf der insgesamt elf ukrainischen Diözesen, in denen das russische Militär die Kontrolle übernommen hat, eigene Bischöfe installiert. Keiner von ihnen stammt aus der Ukraine und mehrere haben eine Militärausbildung oder waren in der staatlichen Verwaltung tätig. "Sie kennen nicht nur das System, sie sind Teil desselben", sagt Regina Elsner, die an der Universität Münster Ostkirchenkunde und Ökumenik lehrt. Die Theologin kann nicht verstehen, dass der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) nach wie vor zu freundlichen Kontakten mit dem Moskauer Patriarchat bereit ist. "Der ÖRK versucht, das Politische vom Religiösen zu trennen. Das geht in diesem Krieg aber nicht", sagt Elsner.


