Die Predigt in dem Gottesdienst hält Kirchenpräsidentin Christiane Tietz (Darmstadt). Im Mittelpunkt der anschließenden Synoden-Beratungen steht die Frage, wie Kirche Demokratie stärken, gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern und den Dialog zwischen den Generationen gestalten kann.
"Die aktuellen Jugendproteste führen uns deutlich vor Augen: Bei allen geopolitischen Problemen dürfen wir die ganz konkreten Zukunftsängste der jungen Generation nicht aus dem Blick verlieren. Junge Menschen, die unter Druck stehen, brauchen Menschen, die zuhören, und Orte, an denen sie sich angenommen fühlen. Und zugleich machen sie ein mächtiges Angebot: Lasst uns mit an den Tisch. Wir wollen mitreden, mitentscheiden und unsere Zukunft mitgestalten", sagt die Präses der EKD-Synode, Anna-Nicole Heinrich. "Genau darum geht es uns als Kirche: Generationen miteinander ins Gespräch zu bringen, jungen Menschen eine starke Stimme zu geben und gemeinsam an der Zukunft zu bauen."
Zum Auftakt der Tagung spricht am Sonntag, 8. November, um 11 Uhr Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, ein Grußwort. Zudem stehen die Berichte des Präsidiums der Synode und der EKD-Ratsvorsitzenden, Bischöfin Kirsten Fehrs, auf der Tagesordnung.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird am Dienstag, 10. November, um 11 Uhr zu den Synodalen sprechen. Im Anschluss an das Grußwort des Bundespräsidenten sind Beratung und Beschlussfassung zum Schwerpunktthema Demokratie vorgesehen. Am Nachmittag desselben Tages wird dann der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ein Grußwort sprechen.
Die Tagung wird traditionell mit einem Gottesdienst eröffnet, der im ZDF übertragen wird. Die EKD-Synode ist das höchste Gremium des kirchlichen Zusammenschlusses. Sie entscheidet über Kirchengesetze und den Haushalt.




