Kirche plant Kampagne zur Konfi-Zeit

Wer bin ich? steht auf einem Plakat, vor dem zwei Jugendliche stehen
Jens Schlüter/epd-bild
Mitte Dezember startet die bundesweite Kampagne #deinekonfizeit. Die Lebenswelt der Jugendlichen soll dabei im Zentrum stehen.
Fokus auf Konfi-Unterricht
Kirche plant Kampagne zur Konfi-Zeit
Mit einer Social-Media-Kampagne will die evangelische Kirche die Aufmerksamkeit für ihren Konfirmandenunterricht bei jungen Menschen erhöhen. Die Lebenswelt der Jugendlichen steht bei der Konfi-Arbeit im Zentrum.

Mitte Dezember startet die bundesweite Kampagne #deinekonfizeit. Auch bayerische Kirchengemeinden werden sich an der Kampagne beteiligen, teilt die "Wirkstatt evangelisch" am Donnerstag in Nürnberg mit. 12- bis 14-Jährige sollen dabei über soziale Medien auf die Konfirmanden-Zeit aufmerksam gemacht und über eine zentrale Internetseite zu den Gemeinden vor Ort geführt werden.

Vorlagen für Plakate, Flyer und Banner sowie digitale Materialien werden zentral von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bereitgestellt. "So wird die Konfi-Zeit sichtbar, wiedererkennbar und attraktiv präsentiert", sagt Benedikt Vogt von der Fach- und Servicestelle Konfi-Lab.

Dieses empfehle den Gemeinden, ihre Informationen im Internet bis dahin mit Terminen, Ansprechpersonen und einem einfachen Weg zur Anmeldung zu aktualisieren. Durch die neuen Grundlinien "Glauben entfalten, Segen empfangen, Welt gestalten" der EKD bekomme die Konfi-Arbeit außerdem Rückenwind, teilt die Wirkstatt mit.

Diese "bestärken uns in dem, was wir in Bayern seit Langem vertreten: Die Fragen und die Lebenswelt der Jugendlichen stehen im Mittelpunkt", sagt Vogt. Für die Gemeinden seien sie eine gute Arbeitshilfe. Der Schwerpunkt der EKD-Grundlinien liege auf den Qualitätsmerkmalen guter Konfi-Arbeit. Es gebe aber auch Szenarien für die Zukunft, etwa die Frage, wie Konfi-Arbeit zum Ausgangspunkt für die Begleitung junger Erwachsener werden könne.

Die bayerische Landeskirche hatte sich der Mitteilung zufolge bereits 1998 darauf verständigt, Lebenswelt, Erfahrungen und Fragen der Jugendlichen zum Ausgangs- und Zielpunkt der Konfi-Arbeit zu machen. Die 2021 erlassenen Rahmenrichtlinien "Mit Jugendlichen glauben und leben" bauten darauf auf. Diesen Lebensweltbezug nähmen die EKD-Grundlinien auf, hieß es. Rund 80 Prozent der evangelischen Jugendlichen lassen sich laut EKD konfirmieren.