Frankfurt a.M. (epd). Vor dem anstehenden Weltklimagipfel in der Türkei mahnen Umweltschützer und Hilfsorganisationen greifbare Schritte beim Ausstieg aus fossilen Brennstoffen an. Ob die Konferenz in Antalya zum Erfolg werde, hänge auch davon ab, ob es neuen Schwung für einen weltweiten Ausstieg aus fossilen Energien gibt, teilte Oxfam am Donnerstag mit. Die Abhängigkeit von fossilen Energien heize die Klimakatastrophe weiter an und verschärfe soziale Ungleichheit. Greenpeace mahnte, Deutschland müsse engagiert für eine Abkehr von Kohle, Öl und Gas eintreten.
Oxfam verwies auf den Fahrplan zum internationalen Ausstieg aus fossilen Energien, den Brasilien in seiner Funktion als Gastgeber der Klimakonferenz im vergangenen Jahr am Dienstag vorgestellt hatte. In Antalya müsse sich nun zeigen, „wie aus der brasilianischen Initiative endlich echte Bewegung wird“, sagte Oxfam-Referent Jan Kowalzig.
Klimakonferenz beginnt am Montag
Die 31. Weltklimakonferenz, im Fachjargon COP 31 genannt, beginnt am Montag in Antalya. Den Vorsitz teilt sich das Gastgeberland Türkei mit Australien. Bis zum 20. November beraten knapp 200 Staaten über die weiteren Schritte im Kampf gegen die Klimakrise.
Laut dem geschäftsführenden Vorstand von Greenpeace, Martin Kaiser, fällt die Konferenz in eine Phase, „in der ehrgeizige Klimapolitik unabhängiger macht von fossilen Preisschocks und so für Stabilität sorgt“. Zugleich seien etwa E-Autos oder Anlagen für erneuerbare Energien zu „boomenden Zukunftsmärkten“ geworden. Die deutschen und europäischen Verhandlungsteams müssten den Rückenwind nutzen, um den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas mit verbindlichen Plänen, Fristen und finanzieller Unterstützung für ärmere Länder zu regeln, sagte Kaiser.
Mehr Klima-Hilfsgelder angemahnt
„Brot für die Welt“ und die Diakonie Katastrophenhilfe mahnten derweil mehr Geld für die Unterstützung von Ländern des Globalen Südens an. Deutschland müsse seine bisherigen Finanzierungszusagen einhalten. „Menschen, die am stärksten unter der Klimakrise leiden und am wenigsten zu ihr beigetragen haben, sollen nicht länger auf die notwendige Unterstützung warten müssen“, sagte die Präsidentin der evangelischen Hilfswerke, Dagmar Pruin.




