Papst Leo bedankt sich beim Angelus-Gebet für Anteilnahme

Papst Leo bedankt sich beim Angelus-Gebet für Anteilnahme
Wenige Tage nach seiner Lungen-Operation konnte Leo XIV. das Angelus-Gebet wie üblich vom Fenster des apostolischen Palastes aus halten. Am Samstag war der Papst aus dem Krankenhaus entlassen worden. Die Ärzte zeigen sich zufrieden mit dem Verlauf.

Rom (epd). Papst Leo XIV. hat nur wenige Tage nach seiner Operation an der Lunge das Angelusgebet am Sonntag wieder wie üblich vom Fenster des apostolischen Palastes aus gehalten. „Ich möchte all jenen danken, die in diesen Tagen für mich gebetet haben. Ich habe eure Unterstützung wirklich gespürt. Danke“, sagte der Papst nach dem Gebet zu den Gläubigen.

Auf dem Petersplatz hatten sich sehr viel mehr Menschen versammelt als für einen Sonntagmittag üblich. Sein besonderer Dank gelte den Ärzten, dem Pflegepersonal sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gemelli-Krankenhauses, sagte Leo XIV. weiter. Dem Papst war am Dienstagnachmittag ein bösartiger Tumor und ein Teil des rechten Lungenflügels entfernt worden.

Diese Erfahrung habe ihn „in besonderer Weise die Nähe zu all jenen spüren lassen, die Krankheit und Gebrechlichkeit durchleben“, sagte der Papst am Sonntag weiter und erklärte: „Nachdem ich diese heikle Phase überwunden habe, werde ich, wie ihr wisst, nun schrittweise meine Tätigkeiten wieder aufnehmen.“

Medizinisch spricht nichts gegen Südamerika-Reise

Bereits am Samstag - vier Tage nach seiner Operation - war das Oberhaupt der katholischen Kirche aus dem Gemelli-Krankenhaus in Rom entlassen worden und in den Vatikan zurückgekehrt. Bis zur vollständigen Genesung seien noch zehn Tage erforderlich, erklärte Stefano Margaritora, der Chirurg, der den Papst operiert hat, in einem Interview mit den Vatikanmedien. Der Papst „war ein idealer Patient“.

Der anstehenden Reise des Papstes nach Südamerika steht laut Margaritora nichts im Wege. Der Arzt erklärte, dass der Papst aus medizinischer Sicht die anspruchsvolle Reise nach Lateinamerika bewältigen könne. Leo XIV. plant allem Anschein nach weiterhin, vom 6. bis 17. November nach Uruguay, Argentinien und Peru zu reisen.

Über die Operation sagte der Chirurg in dem Interview weiter, dass es sich um einen Routineeingriff gehandelt habe, betonte aber, er habe während der OP „ein tiefes Gefühl erlebt, das ich nicht beschreiben kann“. Die Termine des Papstes sind bislang bis einschließlich Dienstag (20. Oktober) abgesagt.