Augsburger Bischof künftig für Ökumene zuständig

Bischof Bertram Meier
epd-bild/KNA/Gordon Welters
Für Bischof Bertram Meier sind der interreligiöse Dialog und die Ökume eine Herzensangelegenheit. (Archivbild)
Wahl der Bischofskonferenz
Augsburger Bischof künftig für Ökumene zuständig
Der Augsburger Bischof Bertram Meier ist zum Vorsitzenden der neuen Kommission Ökumene und interreligiöser Dialog der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden.

Die Ökumene und der interreligiöse Dialog seien für ihn "nicht weniger als eine Herzensangelegenheit", sagte der 66 Jahre alte Meier am Dienstag am Rande der Vollversammlung der Bischofskonferenz in Fulda. Er betrete mit seinem Amt zwar kein Neuland, "aber doch ein Terrain, das künftig an Bedeutung im gesellschaftlichen und weltpolitischen Kontext gewinnen wird".

Gerade mit Blick auf den 500. Jahrestag des Augsburger Bekenntnisses (Confessio Augustana), sagt Meier laut einer Pressemitteilung des Bistums Augsburgs, "gelte es die Gemeinsamkeiten der christlichen Konfessionen und nicht das Trennende wieder mehr in den Vordergrund zu rücken. ...Die Erinnerung an diesen Jahrestag kann die historische Perspektive schärfen und ist ein zentraler Meilenstein angesichts der ökumenischen Zukunft, die wir gemeinsam gestalten wollen." Damit wolle Bischof Bertram erneut darum werben, Christus als Zentrum und Ziel der Ökumene nicht aus den Augen zu verlieren und die Gemeinschaft miteinander durch eine ökumenische Kultur des Zuhörens zu vertiefen.

Die neue katholische Kommission setzt sich aus der bisherigen Ökumenekommission und der Unterkommission "Interreligiöser Dialog" zusammen. Katholischer Ökumenebischof an der Spitze der Ökumenekommission war seit 2012 der Magdeburger Bischof Gerhard Feige, der am 19. November 75 Jahre alt wird und Papst Leo XIV. bereits seinen Amtsverzicht angeboten hat.