Kirchen rufen auf: Seid "couragiert widerständig"

Flyer zur Friedensdekade
Pressestelle FriedensDekade
Zehn Tage lang laden Kirchengemeinden, Friedensinitiativen und Gruppen in ganz Deutschland dazu ein, sich mit Gottesdiensten, Veranstaltungen und Aktionen für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen.
Friedensdekade startet Sonntag
Kirchen rufen auf: Seid "couragiert widerständig"
Am Sonntag startet die Ökumenische Friedensdekade unter dem Motto "Couragiert widerständig". Kirchengemeinden, Friedensinitiativen und Gruppen laden dazu ein, sich mit Gottesdiensten und Aktionen für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen.

Unter dem Motto "Couragiert widerständig" startet am Sonntag bundesweit die 46. Ökumenische Friedensdekade. Bis zum 18. November laden Kirchengemeinden, Friedensinitiativen und Gruppen in Deutschland dazu ein, sich mit Gottesdiensten, Veranstaltungen und Aktionen für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen, wie die Evangelische Friedensarbeit im Raum der EKD am Freitag in Bonn mitteilte.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Menschen angesichts von Krieg, Gewalt und gesellschaftlichen Konflikten Haltung zeigen und gewaltfrei für ihre Überzeugungen eintreten können. "Je mehr Menschen couragiert handeln, desto sicherer wird es für alle. Genau dazu will die FriedensDekade ermutigen: als ein Ort, an dem Gemeinden, Gruppen und Einzelne Jahr für Jahr neu innehalten, sich vernetzen und gestärkt werden für den langen Atem, den diese Arbeit braucht", erklärt Jan Gildemeister, Vorsitzender der Ökumenischen FriedensDekade.

Den Auftakt der FriedensDekade bilden am Sonntag, 8. November, regionale Eröffnungsgottesdienste im ganzen Land. In Dresden findet um 11 Uhr in der Frauenkirche ein Gottesdienst mit der Friedensbotin 2026, Dr. Friederike F. Spengler aus Erfurt, statt. "Diese zehn Tage öffnen Jahr für Jahr ein Fenster, um das Friedenslicht mitten in die trauer- und gedenkschweren Novemberwochen hineinzulassen", so die Regionalbischöfin. 

Portraits von zwölf Frauen

Ein bundesweiter Schwerpunkt ist die Ausstellung "Frauen des Friedens – Widerstand. Glaube. Weltweiter Wandel". An mehr als 110 Orten in Deutschland werden Portraits von zwölf Frauen aus verschiedenen Epochen und Kontinenten gezeigt, die sich für Frieden, Menschenrechte und gesellschaftlichen Wandel eingesetzt haben. Ihre Lebensgeschichten zeigen unterschiedliche Wege, Widerstand zu leisten und Veränderungen anzustoßen. Die Ausstellung ist auch über die FriedensDekade hinaus an verschiedenen Orten zu sehen.

Zum Abschluss lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) gemeinsam mit der ACK in Bayern und der ACK Chiemsee am Mittwoch, 18. November, um 18 Uhr zum zentralen ökumenischen Gottesdienst in die Christuskirche in Prien am Chiemsee ein. Der Gottesdienst wird live im Internet übertragen.

Die Ökumenische Friedensdekade ist eine bundesweite Aktionszeit der Kirchen und Friedensinitiativen. Sie findet jedes Jahr in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag im November statt und bringt seit 1980 Menschen unterschiedlicher Konfessionen im gemeinsamen Friedensengagement zusammen.