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Die Schönheit des geistlichen Gewands

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Die Schönheit des geistlichen Gewands
7 Talare und andere liturgische Kleidungsstücke
22.09.2014
evangelisch.de
Talar für Damen

Hg.: Gottesdienstinstitut (Nürnberg, www.gottesdienstinstitut.org); Fotos: Annette Riedl, Illustrationen: Martin Thiemann

Talar für Damen

Hg.: Gottesdienstinstitut (Nürnberg, www.gottesdienstinstitut.org); Fotos: Annette Riedl, Illustrationen: Martin Thiemann

Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war es evangelischen Theologinnen in allen Landeskirchen auch erlaubt, einen Talar zu tragen. Seit einiger Zeit können sie nun auch auf einen eigenen Schnitt beim "Damentalar" zurück greifen.

Talar zur Taufe

Hg.: Gottesdienstinstitut (Nürnberg, www.gottesdienstinstitut.org); Fotos: Annette Riedl, Illustrationen: Martin Thiemann

Eine Alternative zum schwarzen Talar stellt in den meisten Landeskirchen die weiße Albe dar, die von den Pfarrerinnen und Pfarrern zum Beispiel zur Feier der Taufe, des Abendmahls oder bei Festgottesdiensten an Weihnachten und Ostern getragen werden kann, kombiniert mit einer farbigen Stola. Hier ist die Albe mit einem Übergewand, der sogenannten 'Kasel' kombiniert.

Schwarzer Talar mit lila Kragen

Hg.: Gottesdienstinstitut (Nürnberg, www.gottesdienstinstitut.org); Fotos: Annette Riedl, Illustrationen: Martin Thiemann

Als einzige Gliedkirche der EKD führte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck 1968 eine neu entwickelte Form von Talar ein: Auf dem weiterhin schwarzen Stoff saßen hier violette Kragen- und Ärmelbesätze aus Samt. Und der V-Ausschnitt führte zur Sichtbarkeit der darunter getragenen weißen Krawatte. 1996 wurde diese Talarform offiziell wieder eingestellt.

Bayrischer Talar

Hg.: Gottesdienstinstitut (Nürnberg, www.gottesdienstinstitut.org); Fotos: Annette Riedl, Illustrationen: Martin Thiemann

Der bayerische Talar wird am vierten November 1843 durch das Oberkonsitorium München verbindlich eingeführt. Es dauert allerdings noch bis in die zwanziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts, bis eine vollständige Einheitlichkeit erreicht wird.

klassischer Talar in Hannover-Form

Hg.: Gottesdienstinstitut (Nürnberg, www.gottesdienstinstitut.org); Fotos: Annette Riedl, Illustrationen: Martin Thiemann

Der Talar in der Hannover-Form zeichnet sich durch flach eingelegte Falten an der Vorder- und Rückenpartie, sowie an den Ärmeln und einen 2 cm hohen Stehkragen mit 10 cm breitem Ausschnitt für Beffchen aus. Die Ärmelweite beträgt rund 50 cm und es gibt ihn wahlweise mit Stehkragen oder mit Umlegekragen.

Kopfbedeckung zum Talar

Hg.: Gottesdienstinstitut (Nürnberg, www.gottesdienstinstitut.org); Fotos: Annette Riedl, Illustrationen: Martin Thiemann

Eine passende Kopfbedeckung zum Talar war früher üblich und ist auch in der Verordnung von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen aus dem Jahr 1811, mit der der Talar flächendeckend eingeführt wurde, mit vorgesehen.

Hamburger Talar

Hg.: Gottesdienstinstitut (Nürnberg, www.gottesdienstinstitut.org); Fotos: Annette Riedl, Illustrationen: Martin Thiemann

In Hamburg entstand eine hanseatische Sonderform des Talars: Das in Ober- und Untergewand geteilte Ornat. Dazu gibt es auch traditionell kein Beffchen, sondern man trägt stattdessen einen großen Rundkragen, der - wie unschwer zu erkennen ist - aufgrund seiner Form die Bezeichnung 'Mühlsteinkrause' trägt.

Lutherrock außerhalb des Gottesdienstes getragen

Hg.: Gottesdienstinstitut (Nürnberg, www.gottesdienstinstitut.org); Fotos: Annette Riedl, Illustrationen: Martin Thiemann

Der oft als 'Lutherrock' bezeichnete Amtsrock stellte lange Zeit die selbstverständliche Amtskleidung der Geistlichen außerhalb des Gottesdientes dar. Er entwickelte sich ursprünglich aus dem Hauskleid des dörflichen Pfarrhauses heraus.

Talar mit Stola

Hg.: Gottesdienstinstitut (Nürnberg, www.gottesdienstinstitut.org); Fotos: Annette Riedl, Illustrationen: Martin Thiemann

Diakoninnen und Diakone können in einigen Landeskirchen auch einen Talar tragen, der sich allerdings von dem der ordinierten Pfarrerinnen und Pfarrer unterscheidet. Es gibt aber auch die Möglichkeit, eine Stola über der Alltagskleidung zu tragen.

Augsburger Halskrause

Hg.: Gottesdienstinstitut (Nürnberg, www.gottesdienstinstitut.org); Fotos: Annette Riedl, Illustrationen: Martin Thiemann

In Augsburg trägt man traditionell eine kleinere Form der Halskrause als im Norden. Während in den benachbarten Reichsstädten die aus einer bürgerlichen Kleidung zur Amtsracht gewordenen Halskrausen Ende des 18. Jahrhunderts abgelegt wurden, behielt man sie in Augsburg und Kaufbeuren bis heute bei.

Die Amstracht können sich Geistliche nicht wirklich aussuchen. Was auf den ersten Blick allerdings uniformiert erscheint, ist in Wahrheit recht divers. Ein Blick auf die Unterschiede von Talaren und die verschiedenen Formen von Gewändern evangelischer Theologinnen und Theologen. Die Abbildungen von Kleidungsstücken für Pfarrer*innen und Pastor*innen aus 5 Landeskirchen der EKD stammen aus dem Katalog "evangelisch betucht" des Gottesdienstinstituts der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.