Lehrerverband kritisiert Eltern für "Tricksereien" am Ferienstart

Lehrerverband kritisiert Eltern für "Tricksereien" am Ferienstart
Der Deutsche Philologenverband hat die Eltern wegen "Tricksereien" am Beginn und am Ende der Ferien scharf kritisiert.

In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochsausgabe) beklagte Verbandschef Hans-Peter Meidinger das Ausfransen der Ferienränder. Eltern meldeten ihre Kinder einfach ein paar Tage krank, um bei Flugreisen die günstigeren Tarife außerhalb von Ferienzeiten zu ergattern. Solche Mütter und Väter gäben ein schlechtes Beispiel. "Sie vermitteln ihren Kindern die fatale Botschaft, dass sie sich nicht an Regeln zu halten hätten", sagte Meidinger.

Zudem werde die Schule als Amtsinstitution infrage gestellt. Die Ferientrickser seien ein echtes Problem. An gewöhnlichen Schultagen seien zwei bis fünf Prozent der Schülerinnen und Schüler krank. "An den Tagen vor und nach den Ferien schnellt die Anzahl auf das Doppelte", sagte Meidinger. Offenbar nähmen die betroffenen Eltern das drohende Bußgeld nicht ernst, oder sie kalkulierten es dreist im Ferienbudget ein.

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