Rom (epd). Papst Leo XIV. ist zu seiner Reise nach Südamerika aufgebrochen. Um 7.05 Uhr am Freitagmorgen hob der Papstflieger in Rom-Fiumicino ab, wie der Vatikan mitteilte. Bis zum 17. November will Leo XIV. die Länder Uruguay, Argentinien und Peru bereisen. Peru gilt als die zweite Heimat Leos XIV.
Vor seiner Wahl zum Papst hat der gebürtige US-Amerikaner Robert Francis Prevost mehr als 20 Jahre lang in Peru gelebt. Er besitzt neben der amerikanischen auch die peruanische Staatsbürgerschaft. Die Reise nach Südamerika ist die sechste apostolische Reise im Pontifikat von Leo XIV.
Bisher längste Auslandsreise
Die Ankunft des Papstes in Montevideo, der Hauptstadt von Uruguay, ist um 16.30 Uhr Ortszeit geplant, also um 20.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Bis zum 8. November bleibt der Papst in Uruguay, danach wird er ins Nachbarland Argentinien weiterreisen, in das Heimatland seines Vorgängers Papst Franziskus. Dieser war im April 2025 gestorben und hatte es nicht mehr geschafft, Argentinien als Papst zu besuchen.
Auf der bisher längsten Auslandsreise im Pontifikat von Leo XIV. stehen in Südamerika neben großen Messen auch Begegnungen mit Jugendlichen, Indigenen und sozial Benachteiligten auf dem Programm. Der Vatikan hat mitgeteilt, dass auch „einige Begegnungen“ mit Opfern sexuellen Missbrauchs durch Mitglieder des Klerus und der Kirche geplant seien.
Kurz nach Lungen-OP
Im Fokus steht aber auch die Gesundheit von Papst Leo. Erst Mitte Oktober war dem 71-Jährigen bei einer Operation ein bösartiger Tumor und mit diesem ein Teil der Lunge entfernt worden. Laut den Ärzten muss sich der Papst keiner weiteren Behandlung unterziehen, da der Krebs nicht gestreut hat. Für die anspruchsvolle Reise hatten die Mediziner grünes Licht gegeben.




