Washington (epd). Drei US-Bundesstaaten haben laut Medienberichten am Donnerstag (Ortszeit) Menschen hingerichtet. Die Exekutionen wurden durch Injektionen vollstreckt. Unterdessen kündigte der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, an, „staatlich sanktioniertes Töten“ zu beenden.
Der wegen Mordes an zwei Kindern 2013 zum Tod verurteilte Jeffrey Weisheit (50) wurde am Donnerstag im Staatsgefängnis von Indiana in Michigan City in Indiana getötet. Alabama hat den 54-jährigen Michael Taylor wegen eines Raubmordes mit zwei Toten hingerichtet. Todesstrafengegner hoben hervor, Taylor sei zur Tatzeit 1991 erst 19 Jahre alt gewesen. Das Todesurteil wurde im Holman-Gefängnis in Atmore vollstreckt.
35 Hinrichtungen in den USA seit Jahresbeginn
Im Staatsgefängnis von Florida in Raiford wurde der wegen eines Raubmordes 2004 zum Tod verurteilte Jesse Guardado (64) hingerichtet. Die Organisation „Floridianer für Alternativen zur Todesstrafe“ protestierte, Guardado sei als Teenager in einer Anstalt für schwer erziehbare Jugendliche misshandelt worden. Die gemeinnützige Plattform „The Marshall Project“ berichtete vergangenes Jahr, mindestens 34 dort inhaftierte Jugendliche seien später wegen unterschiedlicher Verbrechen zum Tod verurteilt worden.
Florida hat im laufenden Jahr bereits 19 Menschen hingerichtet, wesentlich mehr als andere Bundesstaaten. Insgesamt wurden in den USA in diesem Jahr 35 Menschen hingerichtet.
Kalifornischer Gouverneur will „staatlich sanktioniertes Töten“ beendet
Unterdessen kündigte der Gouverneur von Kalifornien, Newsom, am Donnerstag (Ortszeit) an, er wolle die Todesstrafen aller im Staat zum Tod verurteilten Menschen zu lebenslanger Haft umwandeln. Er sei zum Schluss gekommen, dass „staatlich sanktioniertes Töten“ nicht mit Kaliforniens Werten übereinstimmt, begründete der Politiker der Demokraten seine Entscheidung.
Betroffen sind 548 Menschen im größten Todestrakt der USA. Kalifornien hat seit 20 Jahren niemanden hingerichtet. Newsom hatte nach Amtsantritt 2019 ein Hinrichtungsmoratorium verhängt. Er gilt als möglicher Präsidentschaftskandidat für die Wahl 2028.




