Berlin (epd). Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge meldet für Oktober 5.707 Menschen, die neu im deutschen Asylsystem registriert wurden. Im Vergleich zum Vormonat sei das ein Anstieg um 8,2 Prozent, teilte das Bundesamt am Mittwoch in Nürnberg mit. Im bisherigen Jahresverlauf 2026 wurden in Deutschland demnach 61.319 Neuzugänge in das Asylsystem registriert. Entschieden hat das Bundesamt nach eigenen Angaben im laufenden Jahr mehr als 170.797 Asylverfahren.
Die „Bild“-Zeitung berichtete unter Berufung auf Zahlen des Bundesinnenministeriums, dass die Zahl der Asylerstanträge und Neuzugänge im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2025 deutlich gesunken sei. Das entspreche einem Rückgang von rund 40 Prozent.
Dobrindt will Entwicklung dauerhaft sichern
Im Vergleich zum Oktober 2024, als noch 19.785 Neuzugänge verzeichnet wurden, sei die Zahl sogar um knapp 70 Prozent gesunken. Damit sei der niedrigste Wert für einen Oktober seit dem Jahr 2011 registriert worden, als die Zahl bei 4.106 lag, hieß es weiter. Das Bundesinnenministerium bestätigte auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) die Zahlen.
Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte der „Bild“: „Wir drängen die illegale Migration erfolgreich zurück. Jetzt geht es darum, diese Entwicklung dauerhaft zu sichern.“
Im Juni ist das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (Geas) in Kraft getreten. Die EU will Asylverfahren stärker vereinheitlichen, die Kontrolle der Außengrenzen verschärfen und Migration besser steuern. Zudem kontrolliert seit September 2024 die Bundespolizei an den Grenzen zu allen neun deutschen Nachbarländern. Eingeführt hatte das Dobrindts Vorgängerin Nancy Faeser (SPD). Die damit verbundene Zurückweisung Asylsuchender an den deutschen Grenzen stößt vielfach auf Kritik.




