Düsseldorf (epd). KI-Chatbots werden von jungen Menschen immer mehr auch für den Austausch über persönliche Sorgen genutzt. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Verbraucherzentrale Bundesverband, die der „Rheinischen Post“ (Montag) vorliegt, zeigt, das mehr als jeder vierte junge Nutzer von Künstlicher Intelligenz (KI) auch Fragen zu gesundheitlichen Problemen oder emotionale Themen bespricht. Für die Online-Umfrage wurden 547 Menschen im Alter von 14 bis 25 Jahren aus Deutschland befragt.
Der Umfrage nach führen 28 Prozent der befragten 14- bis 25-Jährigen persönlichen Gespräche mit Chatbots. 55 Prozent von ihnen thematisieren dabei Gesundheitsfragen, 48 Prozent Ernährung und Essverhalten und 47 Prozent persönliche Sorgen und Probleme. 30 Prozent wenden sich an Chatbots, wenn sie einsam sind oder niemanden zum Reden haben, 40 Prozent stellen der KI Fragen zu Beziehungen und Freundschaften.
91 Prozent der Befragten für gesetzlichen Schutz bei KI-Nutzung
Ramona Pop, Vorständin des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, warnte vor möglichen Risiken und forderte verbindliche Sicherheitsregeln für KI-Anbieter: „Ein Chatbot darf sich nicht als bester Freund ausgeben, riskante Ratschläge bei Einsamkeit geben und erst recht keine ungesunden Schlankheitsziele befeuern“, sagte Pop der „Rheinischen Post“. Insgesamt haben unten den Befragten 93 Prozent im vergangenen Jahr KI-Chatbots genutzt. 91 Prozent sprechen sich für besondere gesetzliche Schutzvorgaben aus, 80 Prozent für ein Mindestalter von 13 Jahren.




