Frankfurt a.M. (epd). Bei Krawallen in Frankfurt am Main am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag sind nach den Worten des hessischen Innenministers Roman Poseck (CDU) mehr als 100 Polizistinnen und Polizisten verletzt worden. „Mich hat zutiefst erschüttert, was ich gesehen habe“, berichtete Poseck am Sonntag in Frankfurt von seinen Eindrücken vom frühen Samstagabend vor Ort. Er sprach von einer „völlig enthemmten Gewalt“ gegen Polizistinnen und Polizisten. „So darf es nicht weitergehen, so was darf sich nicht wiederholen“, sagte Poseck.
Die Polizei sei mit bis zu 1.300 Einsatzkräften an der Spitze stark aufgestellt gewesen, habe sich aber bis zu 1.500 gewaltbereiten Störern weit überwiegend aus migrantischem Milieu gegenübergesehen. Diese hätten 17 Geschäfte in der Nacht beschädigt, fünf davon geplündert, Weiteres habe die Polizei verhindert. Die Einsatzkräfte hätten 1.225 Platzverweise ausgesprochen und 54 Personen im Alter zwischen 13 und 29 Jahren, überwiegend mit deutscher Staatsangehörigkeit, festgenommen. Erste Würfe von Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern auf Beamte seien allerdings von gewaltbereiten Linksextremisten bereits aus der „Gen Z regelt“-Demonstration heraus erfolgt.
Oberbürgermeister fordert konsequente Strafverfolgung
Der Frankfurter Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) äußerte sich „fassungslos und wütend“. „Es tut mir weh, meine und unsere Stadt so zu sehen“, sagte er. Josef forderte die Strafverfolgungsbehörden und die Gerichte auf, die Täter rasch zur Verantwortung zu ziehen. Die Stadt werde am Montag mit dem Einzelhandelsverband beraten, wie die Geschädigten unterstützt werden könnten. Der Oberbürgermeister wies darauf hin, dass die Demonstration in weiten Teilen friedlich verlaufen war. Aber „wer Gewalt sät, muss die Konsequenzen tragen“, sagte er. „Das gestern waren Kriminelle und als solche werden sie behandelt.“ Frankfurt müsse ein sicherer Ort für alle Bewohner bleiben.



