München (epd). Mit einem Festakt erinnert die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern an den 20. Jahrestag der Eröffnung der Ohel-Jakob-Synagoge. Das Gotteshaus am Jakobsplatz wurde am 9. November 2006 eingeweiht und markierte die Rückkehr jüdischen Lebens ins Zentrum Münchens. Das Bayerische Fernsehen überträgt den Festakt live von 16 bis 18 Uhr, wie der Bayerische Rundfunk auf seiner Homepage mitteilt. Neben prominenten Rednerinnen und Rednern werde der als „King of Klezmer“ bekannte argentinische Klarinettist Giora Feidman auftreten.
Die Synagoge ist Teil des Jüdischen Zentrums, zu dem auch das Jüdische Museum und ein Gemeindezentrum gehören. Der Bau des Saarbrücker Architekturbüros Wandel Hoefer Lorch beendete das Provisorium der jüdischen Gemeinde in der Reichenbachstraße. Die Einweihung fiel bewusst auf den Jahrestag der Novemberpogrome von 1938, bei denen die beiden verbliebenen Synagogen Münchens zerstört wurden. Im unterirdischen Verbindungsgang zum Gemeindezentrum erinnern beleuchtete Glasplatten an mehr als 4.500 während der NS-Zeit ermordete Münchner Jüdinnen und Juden.
Jüdische Gemeinde zählt rund 9.500 Mitglieder
Die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern zählt nach eigenen Angaben rund 9.500 Mitglieder und gehört damit zu den größten jüdischen Gemeinden Deutschlands. Der Bau des Jüdischen Zentrums kostete rund 57 Millionen Euro.




