Fahimi: Deutschland fehlt Fortschrittsperspektive

Fahimi: Deutschland fehlt Fortschrittsperspektive
Die DGB-Vorsitzende Fahimi macht der Bundesregierung schwere Vorwürfe und warnt zugleich vor der AfD. Diese wolle Demokratie abbauen, würde Deutschland wirtschaftlich isolieren und Reiche noch reicher machen.

München (epd). DGB-Chefin Yasmin Fahimi macht die Parteien der demokratischen Mitte für die Erfolge der AfD verantwortlich. „Die Wahlerfolge der AfD haben viel mit der Schwäche der anderen Parteien und der Unklarheit zu tun, welches politische Angebot sie den Wählern machen. Vielen in unserem Land fehlt eine Aufschwungs- und Fortschrittsperspektive“, sagt Fahimi der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag). Das habe damit zu tun, dass die Regierung Wirtschaftspolitik durch Sozialkürzungen ersetzen wolle.

Die Bundesregierung sollte aus Sicht der Gewerkschafterin „eine Politik machen, die nicht von den Interessen der wirtschaftsnahen Lobbygruppen diktiert wird“. „Sie sollte mehr für einen nachhaltigen Aufschwung tun. Und sie sollte bei ihren Sozialreformen die Betroffenen an den Tisch holen - Arbeitnehmer und Arbeitgeber, die ja die Sozialbeiträge bezahlen“, forderte die DGB-Vorsitzende.

„AfD-Regierung würde Deutschland in den Abgrund führen“

Mit drastischen Worten warnte sie: „Eine AfD-Regierung würde Deutschland in den Abgrund führen.“ Die AfD würde laut Fahimi Demokratie abbauen und Deutschland wirtschaftlich isolieren. „Sie war immer wieder gegen Mindestlöhne und Tarifbindung, will aber Konzerne und Multimillionäre um einen dreistelligen Milliardenbetrag entlasten“, sagte sie und ergänzte: „Die AfD ist eine Partei, die Reiche noch reicher macht.“