Bonn (epd). Jugendliche in Deutschland setzen sich laut einer Studie kritisch mit den Risiken der sozialen Medien im Internet auseinander. Acht von zehn 16- bis 18-Jährigen kennen demnach in ihrem persönlichen Umfeld Menschen, die aus ihrer Sicht süchtig nach sozialen Medien sind, wie die Postbank am Donnerstag in Bonn bei der Vorstellung ihrer „Jugend-Digitalstudie 2026“ mitteilte. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) der befragten Jungen und Mädchen hat demnach bereits einen abonnierten Kanal verlassen, weil dort zu viel Aggression, Hass oder Unwahrheiten verbreitet wurden.
37 Prozent deaktivierten den Angaben zufolge aus diesen Gründen sogar ihr Profil auf einer Social-Media-Plattform. Fast jeder Zweite kannte zudem jemanden, der bereits über soziale Medien gemobbt wurde. Für die Studie hat die Postbank im Juli 1.000 Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren befragen lassen. Jugendliche verbringen demnach durchschnittlich 64,6 Stunden pro Woche im Internet, einen Großteil davon in sozialen Netzwerken. Nahezu alle der bekanntesten zehn Social-Media-Kanäle verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr höhere Nutzungswerte.




